Für Schlepper wie Ali ist Menschenschmuggel ein Businessmodell


Schleuser Ali sagt: „Klar mach ich das nicht für umsonst. Ich biete meine Dienste an für einen gewissen Betrag“ Quelle: ZDF und Klaus Nedergaard
Für 1000 Dollar nach Deutschland: Die TV-Dokumentation „Menschenschmuggler“ zeigt genau, wie das Geschäft mit den Flüchtlingen läuft. Und wie Europas Politik mit ihren Maßnahmen im Mittelmeer den Schleppern sogar hilft.

Von Thomas Schmoll | DIE WELT

Der Mann, der als Ali vorgestellt wird, präsentiert sich als Humanist. „Mein Hauptgrund, das zu tun, ist, syrischen Leuten zu helfen, die gezwungen wurden, ihr Haus, ihr Hab und Gut zu verlassen.“ Dass die Betroffenen auch einen Batzen Geld an ihn zahlen, damit der selbst ernannte Menschenfreund sein Werk verrichten kann, verschweigt er zwar nicht. Es klingt aber so, als käme er mit Mühe auf seine Unkosten: „Klar mach ich das nicht für umsonst. Ich biete meine Dienste an für einen gewissen Betrag.“

Danach strickt der 25-Jährige sein Märchen von Super-Ali, der nur Gutes tut, weiter: „Mir ist wichtig, dass ich niemanden ausbeute. Ich nehme 1000 Dollar. Und diese 1000 Dollar machen ein Menschenleben besser.“

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