Neutrinos: Die Erde schluckt sie doch!


Der IceCube Detektor in der Antarktis hat erstmals nachgewiesen, dass Neutrinos mit sehr hohen Energien teilweise von der Erde absorbiert werden. © IceCube Collaboration
Neutrinos können Materie nicht ungehindert passieren: Erstmals belegen Messungen des IceCube-Detektors, dass ein Teil dieser „Geisterteilchen“ von der Erde absorbiert wird. Je höher die Energie der Neutrinos ist, desto weniger von ihnen schaffen die Passage durch unseren Planeten, wie die Physiker im Fachmagazin „Nature“ berichten. Dieses Verhalten entspricht dem, was das Standardmodell der Physik für diese Teilchen vorhersagt – und widerspricht Spekulationen über eine neue Physik.

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Neutrinos gelten als „Geisterteilchen“: Denn diese Elementarteilchen besitzen fast keine Masse und gehen nur äußerst selten eine Wechselwirkung mit anderer Materie ein. In jeder Sekunde rasen 100 Billionen Neutrinos durch unseren Körper, ohne dass wir dies spüren. Sie entstehen unter anderem in der Sonne, beim radioaktiven Zerfall von Elementen, aber auch bei kosmischen Ereignissen wie Supernovae oder Gammastrahlen-Ausbrüchen.

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