Sozialverbände für nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen


Kirchen und Sozialverbände haben an die Politik appelliert, den Schutz von Frauen vor Gewalt zu verbessern. Die Diakonie wies am Donnerstag in Berlin auf flächendeckend fehlende Plätze in Frauenhäusern hin. Das Deutsche Institut für Menschenrechte forderte eine konkrete politische Strategie zum Gewaltschutz. Terre des Femmes und die katholische Kirche prangerten die Praxis der Genitalverstümmelung an. Am Samstag (25. November) findet der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt.

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Die Diakonie Deutschland warnte, in Ballungsgebieten sei die Suche nach einem freien Platz in einem Frauenhaus inzwischen fast aussichtslos. Aber auch auf dem Land habe sich die Versorgung drastisch verschlechtert, erklärte Diakonie-Vorstand Maria Loheide. Viele Häuser müssten Frauen abweisen. Steigende Mieten und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum verschärften das Problem weiter.

Loheide rief den Bund auf, gemeinsam mit den Ländern und Kommunen auf einer bundesweit verbindlichen Rechtsgrundlage für eine ausreichende Zahl an Plätzen zu sorgen. Loheide forderte die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Schutz und Hilfe bei Gewalt: „Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, müssen jederzeit unbürokratisch Schutz und Hilfe in einem Frauenhaus erhalten.“

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