Evangelische Kirche in Schweden macht Gott geschlechtsneutral – „ES“


Nach einem achttägigen Treffen hat die evangelisch-lutherische Kirche in Schweden entschieden, eine geschlechtsneutrale Sprache für Gott einzuführen. Die neuen Regeln für Gottesdienste sollen zu Pfingsten 2018 wirksam werden. Die Erzbischöfin Antje Jackelén sieht die Entscheidung als Modernisierung, doch von Kirchengelehrten kommt Kritik.

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„Theologisch gesehen ist Gott jenseits unserer Definitionen von Geschlecht, Gott ist kein Mensch“, sagte Jackelén der schwedischen Nachrichtenagentur TT, wie der britischen „Guardian“ berichtet. Laut der Erzbischöfin wurde die geschlechtsneutrale Sprache bereits im Jahr 1986 auf einer Konferenz diskutiert, doch es dauerte 30 Jahre länger, bis sie jetzt tatsächlich eingeführt wird.

Die Entscheidung sieht demnach vor, dass das Kirchenhandbuch dahingehen geändert wird, dass Gottesdienste, Gesänge und andere Aspekte der evangelischen Kirche in Schweden künftig einen neuen Gottesbegriff verwenden. So solle nicht mehr von „Herr“ und „Er“ die Rede sein, sondern nur noch der neutrale Begriff „Gott“ verwendet werden. Das „Vaterunser“ bleibe jedoch unverändert.

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