Kampfzone Sinai


Ein Terrorattentat vor der Rawda-Moschee auf dem Nordsinai forderte mehr als 200 Tote.Foto: AFP
Immer wieder gibt es auf der Halbinsel Terrorangriffe. Ägypten bekommt die Gewalt nicht in den Griff.

Von Christian Böhme | DER TAGESSPIEGEL

Auf dem Sinai kommt es immer wieder zu Anschlägen. Doch der jüngste Angriff auf eine Moschee gehört sicherlich zu den bisher verheerendsten. Mehr als 230 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Auf Bildern, die direkt nach dem Anschlag in den sozialen Netzwerken geteilt wurden, sind viele behelfsmäßig mit Tüchern und Kleidungsstücken bedeckte Körper zu sehen, die im Innern des Gotteshauses auf dem Boden liegen. Der grüne Teppichboden ist voller Blutflecken. Auf anderen Fotos werden Verletzte in Krankenwagen und auf den Ladeflächen von Autos weggefahren.

Den Behörden in Kairo zufolge legten die Angreifer mehrere Sprengsätze rund um die Al-Rawdah-Moschee in der Nähe der im Norden der Halbinsel gelegenen Provinzhauptstadt Al Arisch und zündeten sie, als die Gläubigen nach dem traditionellen Freitagsgebet herauskamen.

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