„Kokain hemmt die Fortpflanzung der Miesmuschel“


Blick auf die Bucht von Santos. © Screenshot Google Maps
Der Biologe Camilo Seabra hat vor der brasilianischen Küste hohe Konzentrationen von Arzneimitteln und Drogen gemessen. Wie wirkt sich das auf die Unterwasserwelt aus?

Von David Klaubert | Frankfurter Allgemeine

Herr Seabra, Sie haben mit einem Team von Wissenschaftlern das Meerwasser in der Bucht von Santos untersucht. Was haben Sie gefunden?

Wir haben pharmazeutische Stoffe gefunden: Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol, Losartan. Wir haben Kokain gefunden und sein Stoffwechselprodukt, also das was im Urin des Konsumenten ist: Benzoylecgonin.

Wie viel Kokain haben Sie gefunden?

500 Nanogramm in einem Liter Wasser.

Ist das viel?

Diese Konzentration hat uns überrascht. Es ist die höchste, die auf der Welt in Küstenregionen gemessen worden ist. In Bächen oder Flüssen kommt das schon mal vor, aber fürs Meer ist die Konzentration sehr hoch.

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