Anfragen nach Kirchenasyl nehmen zu


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Von Abschiebung bedrohte Flüchtlinge suchen zunehmend Schutz bei Kirchen. Doch die Gemeinden, die eine zeitlang Asyl bieten, sehen sich mehr und mehr unter Druck. Und die Anerkennung von Härtefällen ist schwieriger geworden.

evangelisch.de

Nach der Ablehnung ihres Asylantrags hoffen Flüchtlinge zunehmend auf Kirchenasyl. „Wir haben wesentlich mehr Anfragen als Plätze zur Verfügung stehen“, sagte Dietlind Jochims, Vorsitzende der ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“, am Wochenende in Augsburg. In ganz Deutschland gibt es derzeit laut der Arbeitsgemeinschaft knapp 350 Kirchenasyle, in denen sich rund 530 Personen befinden.

Die Hilfegesuche kämen von Unterstützervereinen, aber zunehmend auch von Anwälten, Ärzten, Mitarbeitern in Flüchtlingsunterkünften und von Flüchtlingen selbst, erklärte Jochims, die auch Flüchtlingsbeauftragte der evangelischen Nordkirche ist. In Augsburg hält die Arbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ bis Sonntag ihre Jahrestagung ab.

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