Darwins Jahrhundertwerk


Bild: Theiss-Verlag

Ja, das ist das Buch, von dem alle gehört, das aber wohl nur wenige wirklich gelesen haben: Charles Darwins „Über die Entstehung der Arten“ (On the Origin of Species).

Von Frank Schubert | Spektrum.de

Es liegt jetzt neu aufbereitet in adaptierter deutscher Übersetzung vor – illustriert mit wunderbaren Fotos und Abbildungen aus Darwins Werken, mit Gemälden und historischen Karikaturen. Auszüge aus seiner Autobiografie, seinen Reisebeschreibungen und Briefen gesellen sich hinzu. Heraus kommt ein mächtiger Band, der seine Leser fordert, aber großartige Lektüre bietet.

Ein wenig erstaunt es, dass der Verlag die Übersetzung Heinrich Georg Bronns von 1860 herangezogen hat (und leicht modifizierte, um sie an heutige Sprachgewohnheiten anzupassen). Sie ist verschiedentlich kritisiert worden, da sie sich inhaltliche Veränderungen herausnahm. Als Standardübersetzung dient meist die von Julius Victor Carus (1876).

Der lange Weg zur publizierten Theorie

In einer schönen Einführung umreißt Wissenschaftsautor David Quammen die Geschichte hinter dem berühmten Buch. Als 16-Jähriger beginnt Darwin ein Medizinstudium. Da es ihn langweilt, bricht er nach zwei Jahren ab und wechselt zur Theologie. 1831 macht er sein Examen darin und geht als Naturforscher an Bord des Vermessungsschiffs „Beagle“. Während der folgenden mehrjährigen Reise reift er zu einem akribischen Wissenschaftler. Die Beobachtungen, die er weltweit macht, lassen ihn schon bald vermuten, dass die Arten veränderlich sind.

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