Darpa will „einfache Pflanzen als Informationssammler der nächsten Generation“


Bild: Darpa
Die Forschungsbehörde des Pentagon stellt sich vor, dass Pflanzen mit Genome Editing Sensoren bzw. Detektoren eingebaut werden, die sich aus der Ferne ablesen lassen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die nach dem Sputnik-Schock geschaffene Forschungsbehörde des Pentagon, die Darpa, entwickelt und finanziert seitdem Programme, um die USA technisch an der Spitze der Entwicklung zu halten. Eine der ersten großen Projekte war die Erfindung des Arpanet, aus dem das Internet hervorging. Dazu werden auch verrückte oder exotische Ausschreibungen für technische Entwicklungen gemacht, die scheitern oder steckenbleiben und die auch nichts mit unmittelbaren militärischen Erfordernissen zu tun haben.

Eine der neuen Ideen, an der Spitze des technischen Fortschritts zu bleiben, ist das Projekt Advanced Plant Technologies (APT). Damit sollen Entwicklungen vorangebracht werden, wie sich Pflanzen in Überwachungsmittel verwandeln lassen können, um schnell und genau Informationen zu liefern. Gesucht werden „einfache Pflanzen als Informationssammler der nächsten Generation“.

Wie das genau gehen soll, ist nicht Inhalt der Ausschreibung, die nur vorgibt, was erreicht werden soll, nämlich die Herstellung von „robusten Sensoren in Pflanzen, die sich in ihrer Umgebung selbst erhalten und aus der Ferne mit vorhandener Hardware überwacht werden können“. Angedacht oder vorgeschlagen wird, natürliche Reiz-Reaktions-Mechanismen zu reprogrammieren, „um die Anwesenheit von bestimmten chemischen Substanzen, Krankheitskeimen, Strahlung und auch elektromagnetischen Signalen zu erkennen“, also etwa von Radiowellen oder Mikrowellen.

weiterlesen