Universität Osnabrück: „Wir bilden keine Imame aus, das wollen wir auch gar nicht“


Der Arbeitsmarkt für muslimische Geistliche ist in Deutschland schwierig Quelle: pa/dpa/Angelika Warmuth
Die neue Landesregierung in Niedersachsen will die Ausbildung muslimischer Geistlicher an der Universität Osnabrück vornehmen lassen. Die wehrt sich nun gegen den Koalitionsbeschluss – und stellt eine Bedingung.

DIE WELT

Die Absicht der neuen Landesregierung, die Ausbildung von muslimischen Geistlichen an der Universität Osnabrück vornehmen zu lassen, stößt bei der Hochschule auf Widerspruch. „Wir bilden keine Imame aus, das wollen wir auch gar nicht“, sagte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Hochschule, Martina Blasberg-Kuhnke.

Die Ausbildung von Imamen sei nicht Sache der Universität – es sei wichtig, dass auch gar nicht erst dieser Eindruck entstehe. Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU steht wörtlich: „Aufbauend auf die seit 2010 bundesweit anerkannten Imam-Weiterbildungsangebote an der Universität Osnabrück soll dort eine grundständige Imam-Ausbildung eingerichtet werden.“

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