Kirchenrechtler Heinig fordert Islamkonferenzen der Länder


Es gehe um Gesten der Anerkennung und des Wohlwollens sowie um konkrete Zusammenarbeit

EKD

Der Kirchenrechtler Hans Michael Heinig plädiert für die Einrichtung von Islamkonferenzen auf Länderebene. Mit solchen auf Austausch und Kooperation angelegten Instrumenten könne der Staat am ehesten das berechtigte Interesse der Muslime in Deutschland nach einer Gleichstellung mit Christen und Juden unterstützen, sagte Heinig dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit Blick auf Diskussionen um staatliche Verträge mit muslimischen Verbänden. Im Gespräch könnten Strategien zur Umsetzung entwickelt werden.

Das Anliegen verschiedener Islamverbände wie Schura oder Ditib, unverzüglich Staatsverträge mit den Ländern zu schließen und hierdurch als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden, betrachte er mit Skepsis, betonte der Direktor des Instituts für Öffentliches Recht der Uni Göttingen. „Ich fürchte, wir werden dazu nicht so schnell kommen.“ Die Verbände seien nach wie vor nicht so aufgestellt, dass ihre Organisationsstruktur den von der Rechtsprechung geforderten Bedingungen entspreche.

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