Evangelische Landeskirche Württemberg hat entschieden: Keine Homo-Segnung in der Kirche


Bild: bpb.de
Zu zweit vor den Altar treten – das wird in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg für gleichgeschlechtliche Paare auch weiterhin nur ein Traum bleiben. Grund ist ein gescheiterter Gesetzentwurf.

SWR-Aktuell

Es wird auch weiterhin keine öffentlichen Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare geben. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung der Landessynode am Mittwoch in Stuttgart. Ein Gesetzentwurf des Oberkirchenrats, der solche Feiern ermöglichen sollte, scheiterte knapp an der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit. So stimmten 62 der 96 anwesenden Synodalen dem Entwurf zu, 64 wären aber erforderlich gewesen. Damit gilt in der württembergischen Kirche auch weiter die Regel, dass gleichgeschlechtliche Paare nur im nicht-öffentlichen, seelsorgerlichen Rahmen begleitet werden.

Landesbischof Frank Otfried July zeigte sich enttäuscht. Er will weiter für einen Kompromiss werben. Er wolle im Sinne der Einheit der in diesem Punkt gespaltenen Kirche wirken. Nach Julys Worten ist die kirchliche Basis in weiten Teilen für den Kompromiss. Es gibt in der Landeskirche etliche offen homosexuelle Pfarrer und Pfarrerinnen, die unter bestimmten Umständen auch mit ihren Partnern im Pfarrhaus leben können.

weiterlesen