Rabiate Jagd auf Gülenisten


Studentinnen in Lahore trösten einen türkischen Lehrer vor der Ausschaffung. (Bild: K.M. Chaudhry / AP Photo)
Die Regierung in Ankara fahndet weltweit nach Mitgliedern der Gülen-Bewegung. Rechtsstaatlichkeit hat dabei keine Priorität.

Von Marco Kauffmann Bossart | Neue Zürcher Zeitung

Im Sudan machte der türkische Geheimdienst (MIT) offenbar einen grossen Fang. Memduh Cikmaz, von der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu als Financier der Gülen-Bewegung bezeichnet, sei in einer gemeinsamen Operation mit sudanesischen Agenten festgesetzt und am Montag nach Ankara geflogen worden. Über ein ordentliches Auslieferungsverfahren ist nichts bekannt. Cikmaz, ein türkischer Geschäftsmann, der es mit Tankstellen und Brick-Fabriken zu Wohlstand brachte, hatte seine Heimat Anfang 2016 verlassen. Er soll dem Prediger Fethullah Gülen Millionen von Dollars gespendet haben.

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