Muslimische Frauenrechtlerin Ates: „Schweigen macht mich krank“


Frauenrechtlerin Seyran Ates. – (c) Imago
Die muslimische Frauenrechtlerin Seyran Ates kämpft trotz Morddrohungen für einen liberalen Islam. Westliche Demokratien würden sich zu tolerant verhalten, sagt sie beim 11. Mediengipfel in Lech.

Von Isabella Scholda | Die Presse.com

Zum Auftakt des 11. Mediengipfels in Lech hat die Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates für einen anderen Umgang mit dem radikalen Islam plädiert. Ihrer Ansicht nach verhalten sich westliche Demokratien zu tolerant. Die bekennende Muslimin hat in Berlin eine liberale Moschee gegründet.

Seyran Ates ist deutsche Rechtsanwältin, Autorin, Frauenrechtlerin türkischer und kurdischer Abstammung. Sie ist Mitbegründerin der im Juni 2017 eröffneten Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin. Die liberale Moschee wird von einigen islamischen Institutionen stark kritisiert, doch von vielen Menschen auch als Hoffnung für eine Reformierung des Islam gesehen.

1969 kam sie als 6-jährige mit ihrer Familie aus der Türkei nach Berlin. Ihr Vater war Kurde, ihre Mutter Türkin. Nachdem sie mit 17 Jahren ihre türkische Familie verlässt, beginnt sie 1983 in einer Beratungsstelle für türkische Frauen zu arbeiten.

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