Türkische Stellungnahme enthält keine neuen Beweise gegen Yücel


Deniz Yücel Quelle: dpa/dpa-ZB
Seit Februar sitzt WELT-Reporter Deniz Yücel in der Türkei im Gefängnis. In einer Stellungnahme an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wiederholt Ankara die bekannten Vorwürfe.

Von Daniel-Dylan Böhmer | DIE WELT

Die Stellungnahme der türkischen Regierung zur Beschwerde des WELT-Korrespondenten Deniz Yücel vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg ist dessen Anwälten zugestellt worden. In dem Dokument, das der WELT vorliegt, bringt das türkische Justizministerium keine neuen Beweise gegen Yücel vor. Vielmehr wiederholt der Schriftsatz die Vorwürfe des Haftbefehls, die Terrorpropaganda und Volksverhetzung lauten, und verweist auf Artikel Yücels als Beweise dafür.

Yücel ist seit Februar in der Türkei in Gefangenschaft. Yücel hatte im April Beschwerde vor dem EGMR gegen seine fortgesetzte Inhaftierung eingelegt. Sie verstoße unter anderem gegen seine Grundrechte auf Freiheit, Sicherheit und freie Meinungsäußerung. Das Gericht hatte die Klage angenommen und beschlossen, sie mit Vorrang zu behandeln.

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