Hinter Potsdamer Paketbombe steckt Millionenerpressung gegen DHL

In dieser Apotheke wurde der die Paketbombe abgegeben. (Foto: Carsten Koall)
  • Bei dem Fund einer mutmaßlichen Paketbombe in der Potsdamer Innenstadt handelt es sich Ermittlern zufolge um eine Erpressung des Paketdienstes DHL.
  • Ausgeschlossen ist demnach, dass der Potsdamer Weihnachtsmarkt Ziel der Tat war oder dass es einen terroristischen Hintergrund gibt.
  • Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit einer Sendung, die Anfang November an eine Firma nach Frankfurt (Oder) ging.

Süddeutsche Zeitung

Hinter dem Bombenalarm in Potsdam steckt offenbar eine Millionenerpressung gegen DHL. Das erklärte der Innenminister von Brandenburg, Karl-Heinz Schröter (SPD), auf einer Pressekonferenz. Damit sei klar, dass die Bedrohung mit an „Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nicht dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt der brandenburgischen Landeshauptstadt gegolten habe.

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Neue Leipziger Universitätskirche geweiht

Ein halbes Jahrhundert nach der Zerstörung ihres Vorgängerbaus ist die neue Leipziger Universitätskirche Sankt Pauli am Sonntag feierlich geweiht worden. An dem Festgottesdienst dazu nahmen unter anderen Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing und Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) teil. Am Samstag hatten Hunderte Leipziger das am Vortag eröffnete Paulinum bei einem Bürgertag besichtigt.

evangelisch.de

Mit der Eröffnung, die eigentlich acht Jahre früher geplant, fand der Aufbau eines kompletten Uni-Campus am Augustusplatz in der Leipziger Innenstadt seinen Abschluss. Universitätsrektorin Beate Schücking drückte vor dem Gottesdienst am Sonntag ihre Freude über das künftige Miteinander von Wissenschaft, Universitätsmusik und Kirche in dem Neubau aus.

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Dodo-Apostel Huonder verärgert Zürcher Katholiken

Bischof Vitus Huonder spricht während der Gedenkfeier 600 Jahre Niklaus von Flüe im August 2017. (Alexandra Wey / Keystone)
Aus Protest gegen das Bistum Chur haben die Zürcher Katholiken 1,2 Millionen Franken zurückbehalten. Dieses Geld will Bischof Vitus Huonder verteilen – unter anderem an radikale Abtreibungsgegner.

Von Lucien Scherrer | Neue Zürcher Zeitung

Weihnachten ist das Fest der Versöhnung. Doch versöhnliche Töne sind es nicht gerade, die derzeit zwischen dem Bistum Chur und Vertretern der Zürcher Katholiken angeschlagen werden. Auslöser des vorweihnächtlichen Zwists ist laut «Sonntags-Zeitung» ein Brief. Darin erhebt Bischof Huonder «moralischen Anspruch» auf einen Fonds, den die Zürcher Katholiken 1990 installiert haben – dies ausgerechnet mit dem Ziel, die Gründung eines eigenen Bistums Zürich voranzutreiben.

Geäufnet wurde der Fonds über einen freiwilligen Bistumsbeitrag, den die Zürcher aus Protest gegen konservative Churer Bischöfe zurückbehalten haben. Huonder spricht in seinem Brief von einem Boykott, der dem «staatskirchenrechtlichen System in der Schweiz schweren Schaden zugefügt» habe.

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Houthis feuern angeblich Rakete in Richtung Atomreaktor in Abu Dhabi

Die vom Iran unterstützten Houthis, die den Großteil des Nordjemen kontrollieren, betrachten Abu Dhabi als Angriffsziel für seine Raketen.

Die Presse.com

Die schiitischen Houthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben eine Cruise-Missile-Rakete in Richtung eines Atomreaktors in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gefeuert. Das berichtete der Fernsehsender der Gruppe am Sonntag, allerdings ohne Beweise dafür vorzulegen. In den VAE gab es keine Meldungen über Raketenangriffe.

Die vom Iran unterstützten Houthis, die den Großteil des Nordjemen kontrollieren, betrachten Abu Dhabi als Angriffsziel für seine Raketen. Das Emirat ist Mitglied der Saudi-geführten Militärallianz, die die schiitischen Rebellen seit 2015 bekämpft.

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Bundesregierung will Asylbewerber mit Extra-Prämie zur Rückkehr bewegen

Innenminister de Maizière appelliert in einem Medienbericht an ausreisepflichtige Asylbewerber, von dem Angebot Gebrauch zu machen © AFP
Thomas de Maizière setzt auf eine zusätzliche Finanzspritze, um abgelehnten Asylbewerbern die freiwillige Rückreise in ihr Herkunftsland attraktiver zu machen. „Wir unterstützen Sie“, verspricht der Bundesinnenminister.

stern.de

Die Bundesregierung will die freiwillige Rückreise für abgelehnte Asylbewerber in ihre Heimat attraktiver machen. Bis zum 28. Februar kann laut Bundesinnenministerium eine zusätzliche „Reintegrationsunterstützung“ von bis zu 3000 Euro beantragt werden. Familien könnten Sachleistungen zum Beispiel für Miete, Bau- und Renovierungsarbeiten oder die Grundausstattung für Küche oder Bad im Wert von bis zu 3000 Euro bekommen, Einzelpersonen im Wert von bis zu 1000 Euro. Damit werde das im Februar gestartete Rückkehrprogramm „Starthilfe plus“ für drei Monate um einen Wohnkostenzuschuss (Dein Land, Deine Zukunft, Jetzt) erweitert.

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«Säkularisten sind ältere, hoch gebildete, politisch links stehende Männer»

Jörg Stolz, Professor für Religionssoziologie | © zVg
«Säkulare in der Schweiz» lautet der Titel eines aktuellen Forschungsprojekts. Im Interview mit kath.ch erläutert Jörg Stolz, Professor für Religionssoziologie an der Universität Lausanne, erste Ergebnisse.

Von Sylvia Stam | kath.ch

Sie arbeiten an einer Studie über Säkulare in der Schweiz. Wie kam es zu dieser Studie?

Jörg Stolz: Konfessionslose sind vermehrt im Blick der Wissenschaft, weil diese Gruppe stark wächst. Bislang hatte man in der Religionssoziologie und -wissenschaft vor allem die verschiedenen Religionen angeschaut. Wir wollten daher ein Projekt über Säkulare und über organisierte Säkulare zu machen, die wir Säkularisten nennen.

Erklären Sie diesen Unterschied zwischen Säkularen und Säkularisten genauer.

Stolz: Wir nennen jemanden säkular, der von sich sagt, er sei Atheist oder gar nicht religiös oder beides. Säkularisten sind Personen, die sich einer Organisation anschliessen, die säkularistische Ziele hat, beispielsweise die Freidenker-Bewegung. Das heisst etwa, die Religion in der Öffentlichkeit zu kritisieren oder für eine Trennung von Staat und Kirche einzutreten. Sehr viele Leute sind säkular, etwa 22 Prozent, während nur sehr wenige, nämlich 0,024 Prozent, Säkularisten sind.

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Innenminister de Maizière dilettiert im Netzwerk

Thermomix. Foto: Peter Potrowl. Lizenz: CC BY SA 3.0
Der aktuell nur kommissarisch amtierende Bundesinnenminister Thomas de Maizière will der Innenministerkonferenz nächste Woche ein Beschlusspapier mit dem Titel „Handlungsbedarf zur gesetzlichen Verpflichtung Dritter für Maßnahmen der verdeckten Informationserhebung nach §§ 100c und 100f StPO“ vorlegen

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Das an die Presse durchgesickerte Dokument sieht neue Rechtsgrundlagen für behördliche IT-Eingriffe vor: Neben der Möglichkeit, private Computer ferngesteuert herunterfahren zu können, fordert es für Polizei und Geheimdienste auch Einsicht in darauf befindliche Daten, um diese „vor Hacker-Zugriffen auf ihre Rechner zu warnen“.

Für Unternehmen und andere Entwicklern soll es künftig eine „Auskunfts- und Mitteilungspflicht“ zur „verdeckten Überwindung von Sicherheitssystemen“ geben, weil es „Ermittlern und Geheimdiensten […] zunehmend schwer [falle], Abhörwanzen einzubauen und zu verstecken“, wenn moderne Autos „ihre Besitzer schon bei kleinsten Erschütterungen über Messenger-Dienste informieren“. Weil eine Protokollnotiz verlangt, dass die Gesetzesänderung dazu „technikoffen“ formuliert werden soll, „um eventuelle künftige Entwicklungen mit erfassen zu können“, gingen die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) davon aus, dass „die Industrie“ dem Wortlaut der Vorschrift nach überall dort Hintertüren offen lassen müsste, „wo Geräte mit dem Internet verbunden sind“: „Bei privaten Tablets und Computern, Smart-TVs oder digitalisierten Küchengeräten.“

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Hassprediger mit Heiligenschein

Zeuge der Verwüstung der alten klassischen Welt: Triumphbogen in Palmyra (Syrien) um 1880. Foto: Spencer Arnold (Hulton Archive, Getty Images)
Sie kamen durch die Wüste, bärtige Männer in kleinen Banden, für die es nur einen Gott geben durfte. Vor Palmyra sammelten sie sich. Sie stürmten die alte Oasenstadt, schändeten die Tempel und rissen Säulen nieder, die ein halbes Jahrtausend lang hier gestanden hatten. Sie zertrümmerten jede Statue, derer sie habhaft werden konnten. Sie verbrannten jedes Buch, das nicht ihren Gott pries.

Von Ralph Pöhner | Basler Zeitung/Blogs

Der «Islamische Staat» in Syrien 2017? Nein. So geschah es im Römischen Reich anno 385. Christliche Mönche hatten die Macht im Osten des Imperiums übernommen. Mit der Schandtat von Palmyra beginnt die englische Publizistin Catherine Nixey ihr neues Buch über «das dunkle Zeitalter», «The Darkening Age». Es dreht sich um die Zerstörung der klassischen Welt durch das Christentum.

Wer hielt wem die andere Wange hin?

In unserem Gedächtnis erscheinen die ersten Christen ja als verträumte Aussenseiter, die von den Römern furchtbar verfolgt werden, still in Katakomben hausen und ihren Peinigern noch die andere Wange hinhalten. Wenn jemand die Hochkulturen der Antike bedroht und am Ende niederreisst, dann sind es sehr heidnische Barbaren aus Germanien. Die ernsthafte Forschung hat dazu schon allerlei Details richtiggestellt. Catherine Nixey malt nun aber ein Gesamtbild, das die Sonntagsschulgeschichte vollends umschreiben will, vor allem in zwei Punkten.

Erstens: Der Märtyrermythos der frühen Christen ist ein ziemlicher Fake. Gewiss, es gab Christenverfolgungen im Römischen Reich, aber sie waren kurz, halbherzig und schlampig organisiert. In gerade mal 12 oder 13 von über 300 Jahren liefen offizielle staatliche Unterdrückungsaktionen.

Bluttriefende Bildnisse

Und gewiss, es gab auch damals junge Männer, die es sinnvoll fanden, für ihren einzigen Gott theatralisch den Tod zu suchen. Aber nur wenige konkrete Fälle lassen sich nachweisen. Schon im 18. Jahrhundert vermutete der berühmte Historiker Edward Gibbon, dass weniger als zweitausend Christen überhaupt wegen ihres Glaubens hingerichtet wurden – und das in mehreren Jahrhunderten.

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Kirchenkritiker protestieren gegen Paulinum-Eröffnung

Maximilian Steinhaus schneidet die Unikirche symbolisch aus dem Neubau heraus. Foto: René Loch
Weil die Trennung von Staat und Religion beim Neubau des Paulinums ihrer Ansicht nach nicht ausreichend berücksichtigt wurde, haben am Samstag einige dutzend Menschen gegen die Wiedereröffnung demonstriert. Wissenschaft und Glauben ließen sich nicht miteinander vereinbaren.

Von René Loch | Leipziger Internet Zeitung

Wer es mit höheren Mächten aufnehmen möchte, muss offenbar allerhand Widerstände aus dem Weg räumen. Als im vergangenen Jahr die humanistische Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) in Leipzig gegen den Kirchentag protestieren wollte, durfte sie mit ihrer Skulptur „11. Gebot“ nicht in die Nähe des Veranstaltungsortes auf dem Augustusplatz.

Pech hatten die Kirchenkritiker auch am Samstagvormittag, als sie nach eigenen Angaben feststellten, dass in ihren Kleintransporter eingebrochen worden war. Die für eine Demonstration gegen die Eröffnung der Universitätskirche St. Pauli vorgehaltenen Skulpturen waren zwar noch da, jedoch sei Werkzeug im Wert von etwa 3.000 Euro entwendet worden.

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Verfassungsschutz warnt vor heimkehrenden Kindern aus IS-Gebieten

Hans-Georg Maaßen, Präsident des Amtes für Verfassungsschutz, warnt vor zurückkehrenden Angehörigen der IS-Kämpfer Quelle: dpa/Michael Kappeler
Der Verfassungsschutz sorgt sich um die zurückkehrende Frauen und Jugendlichen aus IS-Gebieten. Es gebe Kinder, die in den „Schulen im IS-Gebiet einer Gehirnwäsche unterzogen wurden und in starkem Maße radikalisiert sind“.

DIE WELT

Nach den drastischen Gebietsverlusten der Terrormiliz IS in Syrien und im Irak beobachten Verfassungsschützer mit Sorge die Rückkehr von Frauen und Kindern dortiger Kämpfer. Eine große Rückreisewelle von Dschihadisten habe noch nicht eingesetzt, „beobachten lassen sich aber Rückreisen von Frauen, Jugendlichen und Kindern“, sagte Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen.

Hintergrund seien Bestrebungen der Kämpfer, ihre Angehörigen wegen der Kriegsgeschehnisse in Sicherheit zu bringen und sie deshalb in den Westen zurückzuschicken.

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USA beenden Mitarbeit am Flüchtlingsabkommen der Uno

Image: NBCNews/YouTube
193 Staaten hatten sich geeinigt: Länder, die Flüchtlinge aufnehmen, werden besser unterstützt, Migranten besser geschützt. Die USA ziehen sich nun aus dem Projekt der Uno zurück – es sei unvereinbar mit US-Prinzipien.

SpON

Die USA ziehen sich aus einer Flüchtlingsvereinbarung der Uno zurück. Die US-Vertretung bei den Vereinten Nationen habe Uno-Generalsekretär Antonio Guterres am Samstag darüber informiert, dass sich die US-Regierung nicht länger an der Ausarbeitung des globalen Flüchtlings- und Migrationspaktes beteilige, erklärte die US-Vertretung am Sitz der Vereinten Nationen in New York. Die dazu verabschiedete New Yorker Erklärung sei „unvereinbar“ mit der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik der USA.

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Hessen: Evangelische Kirche besitzt zwei Milliarden Euro

Bild: tilly
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau legt eine Bilanz ihres Vermögens vor. 100 Pfarrstellen sollen bis 2024 wegfallen

Von Peter Hanack | Frankfurter Rundschau

Rund zwei Milliarden Euro ist das Vermögen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wert. So geht es aus der Bilanz hervor, die der gerade mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigte Finanzdezernent und Verwaltungschef Heinz Thomas Striegler am Freitag in Frankfurt zum ersten Mal vorgelegt hat.

Allerdings ist von dem vielen Geld nur der kleinste Teil tatsächlich verfügbar. 1,7 Milliarden Euro sind bereits fest verplant, vor allem für künftige Pensionen von Pfarrern und anderen Kirchenbeamten. Außerdem sind in den zwei Milliarden 800 Millionen Euro enthalten, die die EKHN als Landeskirche lediglich treuhänderisch für Kirchengemeinden und Stiftungen verwaltet. Bleiben 191 Millionen – die aber sind, erklärte Striegler, fast vollständig für die Sanierung von Gebäuden vorgesehen.

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Hamas droht vor Trumps Jerusalem-Entscheidung mit neuer Intifada

Logo der Hamas. Bild: wikimedia.org/unbekannt

Vor der mit Spannung erwarteten Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump hat die radikalislamische Hamas mit einem neuen Palästinenseraufstand gedroht.

stern.de

Vor der mit Spannung erwarteten Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump hat die radikalislamische Hamas mit einem neuen Palästinenseraufstand gedroht. Sollte Trump kommende Woche tatsächlich Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen und die Botschaft der USA von Tel Aviv dorthin verlegen, „dann rufen wir die Palästinenser dazu auf, die Intifada wiederaufleben zu lassen“, warnte die Gruppierung am Samstag.

Mit einer solchen Haltung würden die USA Israel bei dem „Verbrechen“ unterstützen, Jerusalem zur rein jüdischen Stadt zu machen und „von Palästinensern zu leeren“, erklärte die Hamas.

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Wem gehört der Himmel?

Erdatmosphäre, Aufnahme von der ISS aus. Bild: Nasa
Die Erklärung der Menschenrechte ist zu wenig: Alle begrenzten Ressourcen wie Atmosphäre, Meere oder Böden müssen völkerrechtlich verbindlich geregelt werden

Von Matthias Hüttmann | TELEPOLIS

George Adamson formulierte einst: „Darüber, wer die Welt erschaffen hat, lässt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird.“ Übersetzt ins Heute heißt das: Um die Katastrophe noch abwenden zu können, ist ein radikales Umdenken erforderlich. Insbesondere gilt es eine revolutionäre Erkenntnis zu erlangen: Alle begrenzten Ressourcen wie Atmosphäre, Meere oder Böden müssen völkerrechtlich verbindlich geregelt werden. Denn noch heute kann sie jeder eigenmächtig als Deponieraum nutzen.

In der Ökonomie spricht man von „Common-Pool-Ressourcen“, die als Gemeinschaftseigentum von jedem in Anspruch genommen werden können. In unseren Maßstäben erscheinen sie oftmals unendlich groß. Und auch wenn gemeinhin angenommen wird, dass die Erde dem Menschen gehört, ist das natürlich Blödsinn. Jedoch funktioniert das Leben auf unserem Planeten gemäß dieser Prämisse.

Deshalb muss auch die Atmosphäre zu einem gemeinsamen Eigentumssystem (Common Property System) der Menschheit werden. Damit ist der Zugriff auf die Ressource Luft nicht frei, da sie kein öffentliches Gut mehr ist. Um klimapolitische Ziele zu erreichen, bedarf es verbindlicher Nutzungsrechte, da nur so der Erhalt und Verbrauch des gemeinsamen Eigentums geschützt ist.

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BKA: IS-Kalifat existiert quasi nicht mehr – Gefahr bleibt

Bild: nationalreview.com

Die Gefahr durch den IS bleibt nach Einschätzung von BKA-Chef Holger Münch auch nach den drastischen Gebietsverlusten der Terrormiliz bestehen.

Frankfurter Rundschau

Das vom IS ausgerufene Kalifat habe quasi aufgehört zu existieren, sagte der Chef des Bundeskriminalamts im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks. Die Terrorgruppe habe sich aber längst auf die nächste Phase vorbereitet. Dschihadisten-Strukturen hätten sich dafür in den sozialen Medien etabliert. Dort würden Chat-Foren unterhalten, Informationen ausgetauscht und virtuelle Netzwerke gebildet.

Trump will recognize Jerusalem as Israel’s capital in Wednesday speech — report

US President Donald Trump speaks about the Iran deal from the Diplomatic Reception room of the White House in Washington, DC, on October 13, 2017. (AFP/Brendan Smialowski)
A White House official will not confirm the Axios report, saying only that president ‚is still considering options and we have nothing to announce‘

By Eric Cortellessa | The Times of Israel

Defying longstanding American policy, US President Donald Trump will give a speech Wednesday recognizing Jerusalem as Israel’s capital, according to an Axios report on Friday.

A White House spokesman, contacted by The Times of Israel on Friday afternoon, would not confirm the story. “The president has always said it is a matter of when, not if,” the official said. “The president is still considering options and we have nothing to announce.”

The Axios report cited two sources with direct knowledge of Trump’s intentions.

Multiple reports surfaced this week that the president would for the second time waive a congressional mandate requiring the US embassy be moved from Tel Aviv to Jerusalem, but that he would take the dramatic step of formally recognizing the holy city as Israel’s capital.

An Israeli television report on Wednesday, for instance, said that the Israeli government considered it extremely likely that Trump would declare in the next few days that he recognizes Jerusalem as Israel’s capital and that he is instructing his officials to prepare to move the US Embassy to Jerusalem from Tel Aviv. The White House rejected that report as “premature.”

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USA: Baby nach Gebärmutter-Transplantation geboren

Erstmals in den USA ist ein Baby nach einer Gebärmutter-Transplantation zur Welt gekommen.

Frankfurter Rundschau

Ein Sprecher der Baylor Universität in Dallas (Texas) bestätigte die gelungene Geburt. Einzelheiten zu Mutter, Kind und Spenderin der Gebärmutter sollen am Montag bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden. Die Geburt sei ein Meilenstein für die Bemühungen, eine Lösung für auf die Gebärmutter zurückgehende Unfruchtbarkeit zu finden, wurde der federführende Arzt, von der Uniklinik zitiert. Weltweit sei es das neunte nach einem solchen Eingriff zur Welt gekommene Baby.

Schottischer Priester: Christen sollen dafür beten, dass Prinz George schwul wird

Prinz George (4) an seinem ersten Schultag (Archivbild) Picture Alliance © Richard Pohle/The Times/
Kelvin Holdsworth, Priester der Scottish Episcopal Church, glaubt: Ein schwules Mitglied der englischen Königsfamilie zwinge die Church of England dazu, die gleichgeschlechtliche Ehe zu unterstützen.

stern.de

Kelvin Holdsworth, Probst an der St Mary’s Church in Glasgow, sorgt in Großbritannien mit einer umstrittenen Aussage für Aufsehen. Seiner Meinung nach sollen Christen dafür beten, dass Gott George eines Tages „mit der Liebe eines schönen jungen Gentleman segne“. Nach Auffassung des Priesters würde das den Druck auf die englische Kirche (Church of England) erhöhen, sich für die gleichgeschlechtliche Ehe auszusprechen.

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Grüne regressiv: Kein Berufsverbot mehr für Lehrerinnen mit Kopftuch

Themenbild
Die Grünen wollen Berlins Neutralitätsgesetz lockern. Lehrerinnen soll es künftig erlaubt sein, in der Schule ein Kopftuch zu tragen.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach | DER TAGESSPIEGEL

Im Streit um die Frage, ob Lehrerinnen an den Berliner Schulen ein Kopftuch tragen dürfen, lassen die Grünen nicht locker. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sei ein „pauschales Kopftuchverbot nicht mehr zu halten“, wurde auf dem Landesparteitag am Sonnabend einstimmig beschlossen. Junge Muslime der zweiten und dritten Generation, die an Schulen in Berlin unterrichten wollten, erlebten das Neutralitätsgesetz des Landes als Berufsverbot.

Ziel ist eine „lösungsorientierte Debatte“

Die Grünen wollen deshalb eine „lösungsorientierte Debatte vorantreiben“, die sich an den praktischen Erfordernissen der Schulen orientiere. Niemandem dürfe eine religiöse Vorstellung aufgezwungen werden, aber es dürfe auch niemand wegen seiner Religion diskriminiert werden, heißt es im Parteitagsbeschluss.

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In a First, a Man Is Charged for Rape Over the Internet

Image: David Burillo
Sweden’s laws don’t require penetration to call it rape.

By Samantha Cole | MOTHERBOARD

Society’s wrestled with the idea of what is and isn’t rape online since the dawn of avatars and chat rooms. Even before graphic user interfaces and the modern internet, “rape” happened in text-based servers—the most infamous, perhaps original, example documented in Julian Dibbell’s 1993 essay, “A Rape in Cyberspace,” which described abuse in a MUD server. In 2007, Belgium police investigated a Second Life user for “virtual rape.” World of Warcraft has a rape den. Harassment and abusive behavior in virtual worlds is rampant.

But on Thursday—in a first for Sweden, and possibly for the world—a court found a man guilty of rape over the internet. He’d coerced children in Canada, the US, and Britain into performing sexual acts in front of a webcam while he watched, by threatening them and their families if they didn’t comply, according to the Associated Press.

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