Dodo-Apostel Huonder verärgert Zürcher Katholiken


Bischof Vitus Huonder spricht während der Gedenkfeier 600 Jahre Niklaus von Flüe im August 2017. (Alexandra Wey / Keystone)
Aus Protest gegen das Bistum Chur haben die Zürcher Katholiken 1,2 Millionen Franken zurückbehalten. Dieses Geld will Bischof Vitus Huonder verteilen – unter anderem an radikale Abtreibungsgegner.

Von Lucien Scherrer | Neue Zürcher Zeitung

Weihnachten ist das Fest der Versöhnung. Doch versöhnliche Töne sind es nicht gerade, die derzeit zwischen dem Bistum Chur und Vertretern der Zürcher Katholiken angeschlagen werden. Auslöser des vorweihnächtlichen Zwists ist laut «Sonntags-Zeitung» ein Brief. Darin erhebt Bischof Huonder «moralischen Anspruch» auf einen Fonds, den die Zürcher Katholiken 1990 installiert haben – dies ausgerechnet mit dem Ziel, die Gründung eines eigenen Bistums Zürich voranzutreiben.

Geäufnet wurde der Fonds über einen freiwilligen Bistumsbeitrag, den die Zürcher aus Protest gegen konservative Churer Bischöfe zurückbehalten haben. Huonder spricht in seinem Brief von einem Boykott, der dem «staatskirchenrechtlichen System in der Schweiz schweren Schaden zugefügt» habe.

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