Grüne regressiv: Kein Berufsverbot mehr für Lehrerinnen mit Kopftuch


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Die Grünen wollen Berlins Neutralitätsgesetz lockern. Lehrerinnen soll es künftig erlaubt sein, in der Schule ein Kopftuch zu tragen.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach | DER TAGESSPIEGEL

Im Streit um die Frage, ob Lehrerinnen an den Berliner Schulen ein Kopftuch tragen dürfen, lassen die Grünen nicht locker. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sei ein „pauschales Kopftuchverbot nicht mehr zu halten“, wurde auf dem Landesparteitag am Sonnabend einstimmig beschlossen. Junge Muslime der zweiten und dritten Generation, die an Schulen in Berlin unterrichten wollten, erlebten das Neutralitätsgesetz des Landes als Berufsverbot.

Ziel ist eine „lösungsorientierte Debatte“

Die Grünen wollen deshalb eine „lösungsorientierte Debatte vorantreiben“, die sich an den praktischen Erfordernissen der Schulen orientiere. Niemandem dürfe eine religiöse Vorstellung aufgezwungen werden, aber es dürfe auch niemand wegen seiner Religion diskriminiert werden, heißt es im Parteitagsbeschluss.

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