Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert Absage von Qumran-Schau


Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat gegen das Verhalten der Bundesregierung im Fall der abgesagten Ausstellung von Qumran-Schriftrollen in Frankfurt am Main protestiert. Mit der Verweigerung einer Garantie der Rückgabe an die israelische Antikenbehörde habe die Bundesregierung die Ausstellung der wertvollen Schriften im „Bibelhaus Erlebnis-Museum“ verhindert, kritisierte die Deutsch-Israelische Gesellschaft am Montag in Berlin. Damit schade die Bundesregierung vor allem den deutsch-israelischen Beziehungen.

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Im Jahr 2005 sei bereits ein Teil der längsten Schriftrolle von Qumran, der Tempelrolle, im Martin-Gropius-Bau in Berlin ausgestellt worden, sagte die Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Claudia Korenke. „Offensichtlich betrachten einzelne Akteure der deutschen Politik mittlerweile jedoch die Interessen der Palästinenser als so wichtig, dass die Staatsräson, die uns gegenüber Israel verpflichtet, in Vergessenheit gerät.“ Hingegen hätten die Regierungen der Niederlande und Österreichs in den vergangenen Jahren keine Probleme hinsichtlich einer Immunitätszusage gesehen.

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