«Männer haben weniger Wahlfreiheit als Frauen»


Simona Scarpaleggia (Illustration: Christoph Fischer)

Simona Scarpaleggia, Chefin von Ikea Schweiz, hat einen bis zu zweimonatigen Vaterschaftsurlaub eingeführt. Warum engagiert sie sich schon seit langem für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Welche Hoffnungen setzt sie in die Digitalisierung? Und warum ist Führung für sie wie ein Abenteuer?

Von Natalie Gratwohl | Neue Zürcher Zeitung

Simona Scarpaleggia hat sich ihren Traum erfüllt. Schon seit sie denken kann, wollte sie Karriere machen und eine grosse Familie haben. Die 57-jährige Chefin von Ikea Schweiz ist seit 32 Jahren mit ihrem Mann verheiratet und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. «Die Familie ist mein Lebensmotor», sagt Scarpaleggia im Gespräch. Als die Kinder klein waren, hatte sie eine Haushälterin engagiert, um nach den langen Arbeitstagen möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen zu können. «Ich war zwar oft müde», erinnert sich die gebürtige Römerin, «aber ich war immer motiviert, weil ich mich den beiden wichtigsten Dingen widmen konnte.» Für anderes blieb damals kaum Zeit. Heute haben Hobbys aber wieder Platz in ihrem Leben. Sie kocht jeden Abend («Es entspannt mich»), reist viel und interessiert sich für Kunst.

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