Das Problem der CSU bleibt


Markus Söder (links) und Horst Seehofer beim CSU-Parteitag im November 2011. (Bild: Imago)
Mit Markus Söder steht bald ein neuer Mann an der Spitze der bayerischen Regierung. Sein Vorgänger Horst Seehofer bleibt aber als Scharnier zur Bundespolitik in Berlin – und als Hypothek für ein Wiedererstarken der CSU.

Von Peter Rásonyi | Neue Zürcher Zeitung

Wenn Politikern nichts Überzeugendes einfällt, verfallen sie oft in die Fussballsprache. Markus Söder hat sich nach dem endlich gewonnenen Machtkampf um das Amt des bayrischen Ministerpräsidenten routiniert in die Welt des grünen Rasens geflüchtet. Er sprach von der Angst vor dem Elfmeter und appellierte an die Mannschaftsleistung, die in der Politik notwendig sei. Letztere mag tatsächlich notwendig, aber fraglich sein. Söders Vorgänger Horst Seehofer gibt die Macht nur teilweise und äusserst widerwillig an den ungeliebten Emporkömmling ab. Dieser soll zwar Ministerpräsident, aber nicht Vorsitzender der CSU werden. Das allein ist schon ein Signal des Misstrauens, das nach dem Einzug in die Bayerische Staatskanzlei an Söder kleben wird.

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