Rabbiner verbietet Schülern Blick auf Geldschein


50 Schekel-Schein. Abgebildet ist der Dichter Saul Tschernichowski.
israelmagazin.de

Ein Bild des jüdischen Dichters Saul Tschernichowski ziert den israelischen 50-Schekel-Schein. Doch weil seine Frau Christin war, pflegt Rabbi Ben-Zion Muzafi einen absurden Umgang mit dem Geldschein.

katholisch.de

Ein ultra-orthodoxer Rabbiner in Israel hat seinen Schülern untersagt, einen Geldschein mit dem Bild des jüdischen Dichters Saul Tschernichowski anzuschauen, weil dieser mit einer gläubigen Christin verheiratet war. Dies berichteten israelische Medien am Montag übereinstimmend. Auf dem grünen 50-Schekel-Schein (rund zwölf Euro) ist der Poet (1875-1943) im Profil zu sehen.

„Es ist bekannt, dass er mit einer strenggläubigen Christin verheiratet war, die jeden Sonntag in der Kirche betete“, soll Rabbi Ben-Zion Muzafi auf die Frage eines Schülers nach dem Grund des Verbots geschrieben haben. Außerdem sei Tschernichowskis Ehefrau nicht bereit gewesen, zum Judentum zu konvertieren. Darum trage er den 50-Schekel-Schein nur gefaltet in der Tasche, so dass er das Bild des Dichters „nicht eine Sekunde“ ansehen müsse.

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