Ruß von Emissionen kann die Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika stärken


Multi-resistente Staphylococcus aureus (gelb). Bild: NIAD
Luftverschmutzung scheint immer mehr Gesundheitsrisiken mit sich zu bringen, Feinstaub und Ruß erhöhen Anzahl der Brüche wegen abnehmender Knochendichte, auch auf Spermien wirkt sich Feinstaubbelastung aus

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Luftverschmutzung durch Emissionen der Fahrzeuge, Heizungen, Industrie und Energieerzeugung (Schwefeldioxid, Stickoxide, Feinstaubpartikel) trägt bekanntlich nicht nur zur Klimaerwärmung bei, sondern verursacht viele Gesundheitsschäden und vorzeitige Tode. Weltweitweit sterben jährlich Millionen von Menschen vorzeitig durch die Luftverschmutzung im offenen Raum, in der EU soll es fast eine halbe Million Menschen sein. Nach der WHO ist Luftverschmutzung die schlimmste Umweltgesundheitsgefährdung.

Um die besonders in Städten hohe Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid zu senken, muss nach der EU-Kommission ein Verbot für Dieselfahrzeuge in belasteten Städten eingeführt werden. Nach dem Umweltbundesamt sich sind bei Erwachsenen über 30 Jahren aufgrund von Schätzungen „etwa 11 bis 14 Prozent (%) aller Todesfälle aufgrund kardiopulmonaler Erkrankungen und etwa 16 bis 20 % aller Todesfälle infolge von Lungenkrebs auf den Umweltstressor Feinstaub zurückzuführen“.

Typischerweise verursacht Luftverschmutzung Atemwegs- und Kreislauferkrankungen. Aber es werden noch eine Reihe weiterer gesundheitlicher Folgen vermutet. So sollen, so eine in The Lancet Planetary Health eben veröffentlichten Studie PM2,5-Feinstaub und Ruß, die vor allem durch Fahrzeugemissionen entstehen, die Werte des Nebenschilddrüsenhormons Parathormon (PTH) reduzieren, das den Calziumspiegel im Blut reguliert. Damit zusammenhängen könnte, dass gleichzeitig die Knochendichte sinkt. Das führt wiederum dazu, dass bei den Menschen, die höherer Luftverschmutzung ausgesetzt sind, die Zahl der Knochenbrüche ansteigt.

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