EKD und „idea“: Streit um evangelikales Medienportal


Rechtsaktivisten bei der rechten Demo „Ein Jahr nach dem Kölner Silvesterpogrom – kein Vergeben, kein Vergessen“ mit anschließendem Zug durch die Kölner Innenstadt. (imago / Future Image)
Die Evangelische Kirche in Deutschland hat der evangelikalen Nachrichtenagentur „Idea“ die Mittel gestrichen. Damit würden konservative Positionen vernachlässigt und die innerkirchliche Medien- und Meinungsfreiheit bedroht, kritisieren „Idea“-Anhänger. Unterstützt werden sie dabei von prominenter Seite.

Von Thomas Klatt | Deutschlandfunk

„Ich bin froh, dass die Finanzen nicht gestrichen worden sind, sondern dass die Finanzen im System der evangelischen Publizistik bleiben.“

Sagt Jörg Bollmann, geschäftsführender Direktor des Gemeinschaftswerkes der Evangelischen Publizisitk (GEP) in Frankfurt am Main. Vor zwölf Jahren noch habe es keine Umverteilungen, sondern drastische Sparmaßnahmen für die evangelischen Medien gegeben.

„Ich habe in meiner Praxis auch schon andere synodale Beschlüsse erlebt. Ich hab den synodalen Beschluss in Zusammenhang mit der mittelfristigen Finanzplanung der EKD erlebt, das Kürzungsvolumen hatte eine Größenordung von 1,6 Millionen – gleich 27 Prozent des damaligen Gesamtetats.“

Zuwachs am evangelikalen Rand

Damals sei die Aufregung gering gewesen. Nun aber rufen Prominente wie der ZDF-Moderator Peter Hahne zur Rettung der innerkirchlichen „Medien- und Meinungsfreiheit“ und zu Spenden für das evangelikale Portal „idea“ auf. Geleitet wird es noch bis zum Jahresende von ihrem Gründer Helmut Matthies. Er ist von der innerkirchlichen Solidarität überwältigt.

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