Trumps Jerusalem-Entscheidung ist ein Trick


US-Präsident Donald Trump im Mai an der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem.Foto: dpa/AP/Evan Vucci
Der US-Präsident erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an – und macht zugleich ein Zugeständnis an die Palästinenser. Doch die Empörung in der muslimischen Welt ist ein Risiko.

Von Thomas Seibert | DER TAGESSIEGEL

Trotz heftiger Kritik aus der islamischen Welt will Trump an diesem Mittwoch als erster Präsident seines Landes die für Juden, Muslime und Christen heilige Stadt Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen und die Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem ankündigen. Damit erfüllt er ein Wahlkampfversprechen an christliche Fundamentalisten und pro-israelische Geldgeber.

Trump werde die in aller Welt höchst umstrittene Entscheidung im Laufe des Mittwochs bekanntgeben und das Außenministerium mit den Vorbereitungen zum Verlegen der US-Botschaft nach Jerusalem beauftragen, verlautete am Dienstagabend (Ortszeit) aus dem Weißen Haus in Washington. Die Verlegung der Botschaft werde aber Jahre in Anspruch nehmen.

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