Trumps Freundschaftsdienst an Netanjahu und an religiöse Eiferer in den USA


Jerusalem-Erklärung Trumps. Screenshot Video Weißes Haus
Jerusalem-Entscheidung: Der US-Präsident zeigt Mut, das Offensichtliche zu bestätigen, agiert aber stur einseitig. Aus dem Irak gibt es ernstzunehmende Alarmsignale für Verschärfungen in Konfliktzonen

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

In Jerusalem habe es niemals nur eine einzige religiöse Wahrheit gegeben, sondern immer viele nebeneinander, schreibt Amos Elon in seinem Buch über die „Spiegelstadt“, in der sich viele Bilder „gegenseitig reflektieren oder verzerren“. Es ist wahrscheinlich nicht vermessen, den Satz auf Politik zu übertragen, auch hier gibt es mehrere Wahrheiten nebeneinander.

Nach der gestern tatsächlich erfolgten offiziellen Erklärung des US-Präsidenten, die Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennt, hat sich die Aufregung, die mit der Ankündigung der Erklärung Fahrt aufnahm, noch weiter gesteigert.

Der Hamas-Politbürochef Ismail Haniyeh (auch Hanniyya oder Hanijah geschrieben) reagierte mit dem Aufruf zu einer Intifada. Er bezeichnete Trumps Jerusalem-Statement als „Kriegserklärung“. So etwas in der Art einer Kriegserklärung gab dann eine schiitische Miliz im Irak gegen US-Soldaten in der Folge der Trumpschen Erklärung ab.

Die dumme Entscheidung Trumps werde der große Funke sein, um Israel aus dem „Körper der islamischen Nation“ zu entfernen und sei ein „legitimer Grund, um amerikanische Streitkräfte anzugreifen“, wird Akram al-Kaabi, Chef der Miliz Harakat Hezbollah al-Nujaba zitiert. Die Miliz wird nach Informationen des Long War Journals von der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) kontrolliert und operiert hauptsächlich im Irak, aber auch in Syrien.

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