Der ewige Streit um das Kopftuch


Grafik: TP
Der Hijab – ein Kleidungsstück der Unterdrückung?

Von Elias Feroz | TELPOLIS

Das Kopftuch (oder der Hijab) sorgte in den letzten Tagen mal wieder für viele Schlagzeilen. Grund dafür ist eine Barbie-Figur, die einen Hijab trägt, veröffentlicht vom Spielzeughersteller „Mattel“. Als Vorlage dieser Puppe diente die US-amerikanische Olympionikin und Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad, die als erste muslimische Athletin für die Vereinigten Staaten eine Medaille bei den Olympischen Spielen im Jahr 2016 gewonnen hat.

Aber auch in Österreich sorgte das Kopftuch für Headlines. Die 16-Jährige Rayouf Alhumedhi, eine Schülerin der Vienna International School, wurde vom Time Magazin unter den 30 einflussreichsten Teenagern der Welt gewählt, weil sie es mit ihrer Kampagne geschafft hat, Apple zu überzeugen, ein kopftuchtragendes „Emoji“ einzuführen.

In Österreich gab es von Seiten der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) für die Würdigung der beiden Musliminnen heftige Kritik. Die Auszeichnung für die Durchsetzung eines Emojis mit Kopftuch sei „irrsinnig“, da dieses Kleidungsstück ein Zeichen der Unterdrückung der Frau und Symbol des „politischen Islams“ sei. Der Begriff „politischer Islam“ wird von der FPÖ, aber auch von anderen österreichischen Parteien sehr gerne verwendet. Dies wurde auch in den Wahlkampagnen und TV-Auftritten der Parteien im Rahmen der Nationalratswahl 2017 ersichtlich. Was der politische Islam konkret sein soll, wurde allerdings nicht geklärt.

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