Flammende Wut auf Donald Trump


Palästinensischer Behauptungswille in Gaza City. Foto: rtr
Der Frust der Palästinenser entlädt sich: Molotow-Cocktails und Steine fliegen, amerikanische Flaggen brennen, die israelische Armee feuert Gummigeschosse und scharfe Munition.

Von Inge Günther | Frankfurter Rundschau

Fast im Laufschritt eilen die moslemischen Gläubigen durch die Jerusalemer Altstadtgassen. Immer dichter wird die vorandrängende Menschenmenge. Das Mittagsgebet in der Al- Aksa-Moschee scheint sie an diesem Freitag geradezu magnetisch anzuziehen. Weil heute und hier Präsenz zeigen für viele Palästinenser zugleich Ausdruck des Protests ist.

Er richtet sich gegen Donald Trump, der über ihre Köpfe hinweg Jerusalem den Israelis als alleinige Hauptstadt zuerkannt hat. „Wer ist dieser Trump, der unsere Stadt, Al Quds, die ihm nicht gehört, den Juden gibt“, empört sich Moussa Hijazi, ein Ingenieur, während er ein paar weitere Stufen nimmt. „Meine Vorfahren sind vor über 800 Jahren mit Salah ed-Din gekommen, um Jerusalem von den Kreuzfahrern zu befreien.“

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