Trumps Jerusalem-Entscheid nährt Hoffnung auf den Weltuntergang


Foto: afp photo / saul loeb Evangelikale wie Vizepräsident Mike Pence sind erfreut über die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch Donald Trump. Pence gilt als jener Politiker in den USA, dem die Evangelikalen besonders vertrauen.
Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels ist in den USA auch für Evangelikale wie Vizepräsident Mike Pence zentral

Von Manuel Escher | derStandard.at

Sie zählen zur treuesten Basis des US-Präsidenten, und sie hoffen auf Krieg: Viele aus der Millionen Wähler zählenden Subkultur der US-Evangelikalen sehen in der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch Donald Trump die Erfüllung einer biblischen Prophezeiung. Immerhin haben sie in unzähligen Stunden des privaten Religionsunterrichts seit Jugendtagen gelernt, was es bedeutet, wenn Juden und Christen wieder alleinige Kontrolle über den Tempelberg haben: Dann, so glauben sie, könne der Wiederaufbau des historischen Tempels beginnen, der in ihrer Lesart der biblischen Johannes-Offenbarung – der Apokalypse – die Rückkehr des Messias und den Endkampf zwischen Gut und Böse in Gang setzt. Dieses aus ihrer Sicht freudige Ereignis erhoffen sich 22 Prozent der Amerikaner innerhalb der eigenen Lebenszeit.

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