Allianz rechter und linker Assad-Apologeten: Unbehagen im Westen


Warum verteidigen Linke und Rechte in Deutschland die Assad-Tyrannei in Syrien?

Von Günther Orth | Qantara.de

Syrien ist zu einer Art Kristallisationspunkt für einen schrägen öffentlichen Diskurs geworden, nicht nur in Deutschland. Und in gewisser Weise ist es nur zufällig das Thema Syrien, das zu bemerkenswerten intellektuellen Ausfällen führt.

Zwar wäre es naheliegend, dass man sich über ein Regime empört, das aus Angst vor Machtverlust über Jahre hinweg die eigene Bevölkerung mit Panzern, Bomben und Giftgas tötet oder systematisch vertreibt und foltert, aber genau darüber erregen sich die Syrien-Lautsprecher hierzulande nicht – sie versuchen vielmehr, dies alles zu relativieren oder wahlweise abzustreiten.

Typischerweise sind es Linke wie Rechte, die das Assad-Regime und seine Schutzmacht Russland verteidigen, oft mit Verweis auf islamistischen Terror. Aber da wo sich Rechts und Links vermischen, bleibt nur Rechts übrig.

Zugleich liegt hier aber auch ein Schlüssel zum Verständnis des Phänomens der Assad-Versteher, denn worin sind Rechte und Linke sich oft einig? Bei ihrer Ablehnung von Globalisierung, und zuweilen auch in ihrer gemeinsamen Sehnsucht nach Einfachheit und Heimat (hier passen sie sogar ein wenig zu den Islamisten).

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