Außerirdische Schätze: Die Jagd auf den achten Kontinent


Bild: Wikimedia Commons/Oliver Stein (CC-BY-SA 3.0)
Auf dem guten Mond geht es noch recht stille zu. Aber seine Rohstoffe locken. Firmen wittern astronomische Gewinne.

Von Otto Wöhrbach | DER TAGESSPIEGEL

Für Visionäre vom Schlage eines Jeffrey Bezos, des Amazon-Gründers und reichsten Menschen auf den sieben irdischen Kontinenten, ist er der „achte Kontinent“. Seit Jahrmillionen kennen Menschen diese Landmasse, die etwa so groß wie Nord- und Südamerika zusammen ist. Dennoch ist sie bis heute vollkommen unbewohnt. Nur zwölf Menschen haben dort bisher Fußspuren hinterlassen. Das dürfte sich bald ändern. Das Wettrennen zum Mond und dessen Ausbeutung hat begonnen.

Treibstoff für die Raumfahrt ist nicht nur wissenschaftliche Neugier

Die ersten Teilnehmer dieses Wettstreits stehen bereits in den Startlöchern, oder vielmehr auf den Startrampen. Sie wollen das Preisgeld von 20 Millionen US-Dollar gewinnen, das 2007 unter dem Namen „Google Lunar X Prize“ ausgelobt wurde für das erste überwiegend privat finanzierte Unternehmen, das ein Fahrzeug auf den Mond bringt, das dort mindestens 500 Meter herumkurvt und dabei hochaufgelöste Videos und Bilder zur Erde funkt. Höhere Ziele als derart irdische Trophäen haben sich „SpaceX“, die Firma des mit PayPal reich gewordenen Tesla-Chefs Elon Musk, und „Blue Origin“ gesteckt, in das Jeff Bezos einen Teil seiner Aktiengewinne gesteckt hat. Sie wollen die Sphäre des irdischen Handels und Wandels bis in den Weltraum ausdehnen. Bezos zufolge werden künftig Millionen von Menschen im Weltraum leben und arbeiten.

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