US-Staaten wollen Häftlinge mit Fentanyl hinrichten


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Fehlende Medikamente zwingen US-Staaten dazu, nach neuen Möglichkeiten bei der Vollstreckung der Todesstrafe zu suchen. Nun bringen sie ein Schmerzmittel ins Gespräch, von dem Tausende US-Bürger abhängig sind.

SpON

Im vergangenen Jahr gab es in den USA etwa 60.000 Drogentote, so viele wie nie zu vor. Hinter der Opioid-Epidemie steckt vor allem das Medikament Fentanyl. Nun wollen zwei US-Bundesstaaten die starke Wirkung des Schmerzmittels für einen neuen Zweck einsetzen: die Vollstreckung der Todesstrafe.

Wie die „Washington Post“ berichtet, drängen Nevada und Nebraska auf die erste Hinrichtung durch den Einsatz von Fentanyl. Das Schmerzmittel ist 50-mal stärker als Heroin und macht vielen Schwerkranken das Leben erträglicher. Gleichzeitig wird es für weniger als fünf Dollar auf dem Schwarzmarkt gehandelt und hat Tausende US-Bürger in die Abhängigkeit getrieben.

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