Islam-Experte fordert notfalls Inobhutnahme von Kindern aus IS-Familien


Der Osnabrücker Islamwissenschaftler Michael Kiefer sieht einen Zugang zu radikalisierten Familien über ihr Umfeld Quelle: pa/dpa/Universität Osnabrück
IS-Kämpfer sollen derzeit zunehmend Frauen und Kinder aus Syrien nach Europa schicken. Der Islamwissenschaftler Michael Kiefer fordert eine engmaschige Betreuung. Notfalls müssten Kinder aus Familien genommen werden.

DIE WELT

Der Islamwissenschaftler Michael Kiefer rät Jugendämtern und Familiengerichten dazu, radikalisierte Rückkehrerfamilien aus Syrien zu überprüfen und notfalls die Kinder zumindest vorübergehend herauszunehmen. „Wenn Rückkehrer an der gewaltverherrlichenden Ideologie des sogenannten Islamischen Staates festhalten, dann könnten Inobhutnahme der Kinder und Sorgerechtsentzug durchaus die richtige Maßnahme sein“, sagte Kiefer.

Ebenso sollten die Behörden auch mit den Familien umgehen, die sich in Deutschland radikalisiert hätten. Die gesetzlichen Möglichkeiten seien mit dem „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“, dem Paragrafen 8a des Sozialgesetzbuches, „ganz hervorragend“, sagte der Dozent vom Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.

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