Islamische Staaten erkennen Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an


Erdoğan mit dem jordanischen König Abdallah (li.) und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (re.) (Foto: dpa)
  • Die Staats- und Regierungschefs von mindestens 20 islamischen Ländern haben auf einem Sondergipfel der „Organisation für Islamische Zusammenarbeit“ in Istanbul die Anerkennung Ost-Jerusalems als Hauptstadt Palästinas beschlossen.
  • Erdoğan hatte das Krisentreffen einberufen, nachdem US-Präsident Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hatte.

Süddeutsche Zeitung

Mehrere islamische Staaten erkennen Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an. „Wir erklären Ost-Jerusalem zur Hauptstadt des Staates Palästina und laden alle Länder ein, den Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als seiner besetzten Hauptstadt anzuerkennen“, hieß es in der Abschlusserklärung des Gipfels der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan hatte den eintägigen Sondergipfel als amtierender OIC-Präsident einberufen. Erdoğan hatte bereits zum Auftakt des Treffens gesagt: „Von hier aus fordere ich alle Länder, die für internationales Recht und Gerechtigkeit eintreten, dazu auf, Jerusalem als die besetzte Hauptstadt des palästinensischen Staates anzuerkennen.“ Im Zentrum der Kritik bei dem Gipfel in Istanbul stand US-Präsident Donald Trump, der eine Woche zuvor Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hatte.

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