Zecken saugten tatsächlich Dinoblut


Im Bernstein konserviert: Diese 99 Millionen Jahre alte Zecke klammert sich noch im Tode an die Feder eines Dinosauriers. © Nature Communications/ Penalver et al.
Auf frischer Tat ertappt: Urzeitliche Zecken saugten tatsächlich schon das Blut der Dinosaurier – das belegen nun gleich mehrere Funde in 99 Millionen Jahre altem Bernstein. In einem Klumpen entdeckten Paläontologen eine Zecke, die noch im Tod an die Feder eines gefiederten Dinosauriers geklammert war. In weiteren Bernsteinstück fanden sie eine mit Blut vollgesogene Zecke sowie zwei mit den Haaren eines Nestparasiten eingeschlossene Exemplare.

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Bernstein ist wie eine Zeitkapsel, denn das urzeitliche Baumharz konserviert in ihm eingeschlossene Tiere oder Pflanzen über Jahrmillionen hinweg. Besonders spannende Einblicke in die Lebenswelt der Vergangenheit liefert der Bernstein unter anderem dann, wenn er Parasiten wie beispielsweise mit Blut vollgesogene Stechmücken oder Zecken konserviert. Aus solchen extrem seltenen Funden weiß man, dass es schon vor rund 100 Millionen Jahren Zecken gab – zur Zeit der Dinosaurier.

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