Das bizarre Treffen der antisemitischen Verschwörungstheoretiker


Zusammenkunft der Verschwörungstheoretiker-Szene. Die Frau in rot ist Evelyn Hecht-Galinski, Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden Quelle: Martin Niewendick/Martin Niewendick
In Berlin trafen sich Verschwörungstheoretiker zu einer Preisverleihung. Doch der Geehrte blieb zu Hause. Das Publikum bekam antisemitische Reden serviert – und lauschte unbehelligt einem Mann mit Hausverbot.

Von Martin Niewendick | DIE WELT

Es ist eine bizarre Zusammenkunft, die sich am Donnerstagabend im Berliner Babylon Kino zusammengefunden hat. Das Internetblog „Neue Rheinische Zeitung“ will an diesem Abend eigentlich einen Preis an den Verschwörungs-Guru Ken Jebsen verleihen. Nur: Der Preisträger ist nicht gekommen.

Er ist nicht der einzige. Mehrere Redner inklusive des Laudators fehlen, die beiden vorderen Reihen mit den reservierten Plätzen sind nur spärlich gefüllt. Die Moderatorin ist mit der Technik überfordert. Und zu allem Überfluss tritt gleich zu Beginn auch noch Timothy Grossmann ans Mikrofon, der Chef des Kinos.

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