Vor 75 Jahren besiegelte der „Auschwitz-Erlass“ den Mord an den Sinti und Roma


KZ Auschwitz, Einfahrt. Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0
Seit 1994 wird am 16. Dezember der verfolgten und ermordeten Sinti und Roma gedacht. Heinrich Himmlers „Auschwitz-Erlass“ leitete vor 75 Jahren den Genozid im Vernichtungslager ein.

Von Dirk Baas | MiGAZIN

Sie kamen in Gaskammern ums Leben, verhungerten oder starben an Seuchen. Während der NS-Gewaltherrschaft wurden in Europa bis zu 500.000 Roma und Sinti ermordet. Am 16. Dezember 1942, vor 75 Jahren, besiegelte das NS-Regime den Völkermord formell: Im nicht erhalten gebliebenen „Auschwitz-Erlass“ ordnete SS-Führer Heinrich Himmler die Deportation aller noch im Reich lebenden Sinti und Roma an. Am 15. Dezember erinnert der Bundesrat in einer Gedenkstunde an die Opfer.

Der Befehl stellte eine Zäsur in der Verfolgung dar, betont Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas: „Die Einweisung in das eigens eingerichtete ‚Zigeunerfamilienlager‘ in Auschwitz-Birkenau bildete den Auftakt für ihre systematische Ermordung ab 1943.“

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