Strafgerichtshof gesteht Kindersoldaten kollektive Entschädigung zu


Kindersoldaten in Somalia – EPA
In einem ersten Urteil dieser Art spricht der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Ex-Kämpfern eines kongolesischen Warlords 8,44 Millionen Euro zu. Sie waren zwangsweise rekrutiert worden, das Geld soll nur indirekt an sie fließen.

Die Presse.com

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat ehemaligen Kindersoldaten aus der Demokratischen Republik Kongo erstmals eine kollektive Entschädigung zugestanden. Die vor Jahren zwangsrekrutierten Opfer der Miliz des Warlords Thomas Lubanga erhalten zehn Millionen Dollar (8,44 Millionen Euro), erklärte der Vorsitzende Richter, Marc Perrin de Brichambaut, am Freitag in Den Haag.

Für die Zahlung ist demnach Lubanga persönlich verantwortlich. Je rund 8000 Dollar, und damit insgesamt 3,4 Millionen Dollar, veranschlagt das Gericht für die 425 bisher anerkannten Opfer. „Hunderte oder tausende“ weitere Kindersoldaten aber hätten unter Lubangas Miliz gelitten, sagte de Brichambaut. Für sie setzte das Gericht weitere 6,6 Millionen Dollar fest.

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