Deshalb lässt Israel den Bibelschatz nicht nach Deutschland


Die Qumran-Rollen gehen nicht auf die Reise von Jerusalem nach Frankfurt Quelle: picture-alliance / SCHROEWIG/CHL
In Frankfurt platzt eine Ausstellung der weltberühmten Qumran-Schriftrollen, weil Deutschland Israel eine Rückgabegarantie für den Bibelschatz verweigert. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft spricht von einem Skandal.

Von Thomas Schmoll | DIE WELT

Als der Kooperationsvertrag mit der Antikenbehörde Israels geschlossen wurde, feierte das Bibelmuseum in Frankfurt am Main eine Sternstunde seines Bestehens. Das Abkommen bildete die Grundlage für eine geplante Ausstellung in der hessischen Metropole, die eine Sensation gewesen wäre: 2019 sollten die weltberühmten Qumran-Rollen gezeigt werden. Die Schriftstücke sind die ältesten bekannten Bibelaufzeichnungen der Welt.

Unterzeichnet hatte den Vertrag die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die das Frankfurter Bibelhaus finanziell weitgehend trägt. Ihr Präsident Volker Jung sprach damals in Jerusalem von einem „wichtigen Beitrag zur Stärkung der Beziehung“ zwischen Israel und Deutschland, der „den kulturellen und den wissenschaftlichen Austausch“ beider Länder fördere. Das war im Mai 2015.

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