Die Prepper-Szene gerät ins Visier des Verfassungsschutzes


Bastian Blum aus Krefeld ist auf die große Katastrophe vorbereitet Quelle: Dominik Asbach
Prepper lagern Vorräte und bereiten sich auf Hochwasser und Stromausfälle vor. Nun hat der Verfassungsschutz das Milieu im Visier. Ist vor der Szene der Vorsichtigen selbst Vorsicht geboten?

Von Andreas Fasel | DIE WELT

Der Keller ist voll bis obenhin: Decken, Wasserkanister, Mineralwasserflaschen, Kerzen, Plastiktonnen, die mit Mehl gefüllt sind, Nudeln, Milchpulver, Müsli, Wurstdosen, Zucker und so weiter. Dazu mehrere Gaskocher, Lampen, Gasmasken, zwei Spitzhacken und jede Menge Verbandszeug. Nur ein paar Kinderspielgeräte auf dem Boden lassen erkennen, dass dies kein Lagerraum des Technischen Hilfswerks ist, sondern ein ganz normaler Keller in einem ganz normalen Mehrfamilienhaus. Es ist der Keller der Familie Blum aus Krefeld.

Bastian Blum, 38 Jahre alt, verheiratet, Vater eines Kindes, will vorbereitet sein. Falls ein Hochwasser kommt. Oder ein Sturm die Stromversorgung kappt. Oder ein Unfall in einem Chemiewerk das Verlassen des Hauses unmöglich macht. Blum ist ein sogenannter Prepper. So nennen sich nach amerikanischem Vorbild Menschen, die sich mit Vorräten und Notreserven für einen Ernstfall wappnen. Preppen kommt vom englischen „prepare“: sich vorbereiten.

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2 Comments

  1. So eine Prepper-Organisation habe ich jetzt auf Facebook blockiert, ich konnte diese ständige Panikmache nicht mehr ertragen. Und ja, die Art und Weise, wie man sich in Prepperkreisen zu äußern pflegt, erinnert durchaus an rechtes Gedankengut.

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