Gülen-Bewegung nach Türkei-Putsch – Beweisen, dass Islam und Demokratie vereinbar sind


Bild: AP/Michael Sohn
Seit dem Putschversuch gegen Erdogan ist die Hizmet-Bewegung des Predigers Fetullah Gülen immer wieder Angriffen ausgesetzt. Aushängeschild in Deutschland ist die Stiftung „Dialog und Bildung“. Ihr zufolge hat sich die Lage etwas beruhigt.

Von Ursula Voßhenrich | rbb24

Die Stimmung in der türkischen Community in Berlin sei nicht mehr so aufgeheizt wie vor einem Jahr, sagt Ercan Karakoyun, Leiter der Stiftung „Dialog und Bildung“, der zentralen Institution der Hizmet-Bewegung in Deutschland. Doch die Bedrohungen hätten nicht aufgehört, im Gegenteil. Sie seien jetzt quasi institutionalisiert und kämen systematisch von Erdogan-nahen Vereinen und Verbänden in Deutschland.

Nach dem Putsch 15 Prozent Schüler verloren

„Bestimmte Einrichtungen, Verbände oder Vereine verfolgen uns auch hier“, so Karakoyun. Sie riefen zum Boykott auf oder teilten Namen von Hizmet-Leuten den türkischen Behörden mit, so dass es zu Festnahmen in der Türkei komme. Auch Eigentum und Pässe würden beschlagnahmt, so Karakoyun weiter.

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