„Religiöse Inhalte an Weihnachten oft irrelevant“


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Dass acht Prozent der Konfessionslosen planen, dieses Jahr an Weihnachten einen Gottesdienst zu besuchen, überrascht den Marburger Religionspsychologen Sebastian Murken nicht. Als Rückkehr der Religiosität sei dies jedoch nicht zu interpretieren: „Für viele Kirchgänger sind religiöse Inhalte an Weihnachten vollkommen irrelevant, egal ob sie nun Mitglied einer Kirche sind oder nicht“, sagt er im epd-Gespräch. Sebastian Murken ist Honorarprofessor für Religionswissenschaft und Religionspsychologie an der Universität Marburg.

Interview Julia Lauer | evangelisch.de

Herr Professor Murken, rund ein Drittel der Kirchenmitglieder plant einer Umfrage zufolge, an Weihnachten einen Gottesdienst zu besuchen: 31 Prozent der evangelischen Kirchenmitglieder und 36 Prozent der katholischen. Sind das viele oder wenige?

Murken: Weder noch, die Zahlen sind angesichts der abflachenden Glaubenskurve völlig plausibel. Es hätte mich allerdings nicht überrascht, wenn Protestanten und Katholiken etwas weiter auseinander gelegen hätten. Bei den Katholiken ist der Anteil hochreligiöser und traditionsorientierter Menschen erfahrungsgemäß etwas höher als bei Protestanten. Ich hätte mir also vorstellen können, dass ein paar Katholiken mehr in die Christmette gehen.

 

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