Verstösst Kopftuchverbot gegen Religionsfreiheit?


Geht es nach der christlichen Volkspartei CVP, sollen muslimische Mädchen kein Kopftuch mehr an der Schule tragen dürfen. «Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren, lehnen wir ab», schreibt sie in einem Parteipapier.Bild: JÖrg Carstensen
Die CVP will Schulmädchen das Kopftuch verbieten. Ob das mit der Religionsfreiheit zu vereinbaren ist, ist umstritten.

Von D. Pomper | 20min.ch

Geht es nach der christlichen Volkspartei CVP, sollen muslimische Mädchen kein Kopftuch mehr an der Schule tragen dürfen. «Kleidungsstücke, welche die Unterordnung der Frau unter den Mann symbolisieren, lehnen wir ab», schreibt sie laut der «Sonntagszeitung» in einem Parteipapier zu «Werten und Rechtsstaat», das die Grundlage für einen Religionsartikel bilden sol. Alle Kinder müssten das Recht auf eine gleichgestellte Entwicklung erhalten, unabhängig vom Geschlecht.

Das Verbot unterstützt Saida Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam. «Viele muslimische Mädchen haben keinen Raum sich normal zu entwickeln. Ihre Familie kontrolliert ihr Leben. Sie dürfen nicht in den Ausgang, dürfen keinen Kontakt zu Buben haben, es wird von ihnen erwartet, ein Kopftuch zu tragen.» Der einzige Raum, wo sie die Erfahrung von Gleichberechtigung machen könnten und die Religion keine Rolle spiele, sei die Schule.

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