Afrikanische Riesenschnecke wird zur Gefahr für Kubas Ernten


APA/HAUS DES MEERES/MICHAEL KöC (MICHAEL KöCK)
Die Ostafrikanische Riesenschnecke ist so groß wie eine Hand, vermehrt sich rasend schnell und frisst alles.

Die Presse.com

Niemand weiß, wie sie auf die Karibikinsel kamen. Und niemand darf offenbar wissen, wie viele Exemplare der Ostafrikanischen Riesenschnecke es bereits im sozialistischen Kuba gibt: Die gefräßigen Weichtiere könnten sich schließlich irgendwann auch über die Ernten auf den Feldern der ohnehin von Mängeln geplagten Trauminsel hermachen, befürchten Kenner der Lage.

Damit nicht genug des Schreckens: Die zu den größten Landschnecken der Welt zählenden Tiere übertragen auch noch für Menschen gefährliche Krankheiten, etwa einen Erreger der Meningitis. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt die Ostafrikanische Riesenschnecke (Achatina fulica) in ihrer Liste der 100 schädlichsten invasiven Arten.

Die Spezies, die ursprünglich aus tropischen Ländern Ostafrikas wie Kenia und Tansania kommt, war bis 2014 unbekannt auf Kuba. Die zunächst wenigen eingeschleppten Exemplare der auch Große Achatschnecke genannten Art haben sich rasend schnell vermehrt. Die Tiere sind Zwitter, können sich also mit jeder anderen geschlechtsreifen Schnecke ihrer Art fortpflanzen. Zudem haben sie eine stolze Lebenserwartung von fünf und mehr Jahren.

weiterlesen