Ditib-Ermittlungen: „Deutschland hat wieder versagt“


Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin Seyran Ates Quelle: dpa
Ditib-Imame sollen hierzulande angebliche Gülen-Anhänger ausgespäht haben. Doch Ermittlungen gegen sie wurden eingestellt. Für die deutsch-türkische Anwältin Seyran Ates ein Skandal. Sie vermutet politische Interessen dahinter.

DIE WELT

Die muslimische Frauenrechtlerin und Juristin Seyran Ates bezeichnet es als „Skandal“, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen gegen Ditib-Imame wegen Spitzelvorwürfen eingestellt hat. „Man muss es in aller Deutlichkeit als Schweinerei bezeichnen“, sagte die Menschenrechtlerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Deutschland und die Justiz haben hier wieder einmal versagt“, so Ates. „Und ich unterstelle, dass hier auch politische Interessen eine Rolle gespielt haben.“ Man habe die Augen zu und die Tür aufgemacht, um sich mit der Türkei gut zu stellen. Dabei seien „ganz viele Menschen von diesen Spitzeleien betroffen“.

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