Zum Christentum konvertiert: Dennoch darf die Schweiz Iraner wegweisen


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat entschieden, dass ein in der Schweiz zum Christentum konvertierter iranischer Asylbewerber in seine Heimat weggewiesen werden darf. Das Gericht geht davon aus, dass dem 35-jährigen Mann im Iran keine Strafe droht.

watson.ch

Der Gerichtshof begründet seinen am Dienstag gefällten Entscheid damit, dass es sich bei dem Betroffenen um ein gewöhnliches Mitglied der christlichen Gemeinde handle. Da er sich nicht exponiert habe, sei er den heimischen Behörden wohl nicht bekannt.

Zweifel an der Konversion

Damit bestätigt der EGMR die Sicht der Schweizer Behörden. Sie hatten zwar Zweifel an der Konversion des Iraners geäussert. Dies war aber nicht der Grund für die Abweisung des Asylgesuchs und den Entscheid der Wegweisung. Somit hat die Schweiz nicht gegen das in der Menschenrechtskonvention festgehaltene Recht auf Leben und das Verbot der Folter verstossen, wie es der Asylsuchende vor dem EGMR geltend gemacht hatte.

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