„Ganze Welt soll erfahren, wie Deutschland Einwanderer behandelt“


Ein Plakat der Demonstranten aus Sierra Leone in Deggendorf Quelle: dpa
Im bayerischen Deggendorf protestieren Flüchtlinge aus Sierra Leone gegen ihre Unterkunft im Transitzentrum. Sie kritisieren die Hygiene, das Essen und die medizinische Versorgung. Die CSU findet deutliche Worte dafür.

DIE WELT

Protest für angemessene Lebensumstände: Etwa 175 Flüchtlinge aus Sierra Leone haben in Deggendorf gegen die Umstände ihrer Unterbringung demonstriert. Dem bayerischen Flüchtlingsrat zufolge kritisierten die Flüchtlinge die Ablehnung ihrer Asylanträge, die zweijährige Unterbringung im Transitzentrum, mangelnde Schulbildung für Kinder, fehlende Arbeitserlaubnis, schlechte Nahrungsqualität, Hygiene sowie medizinische Versorgung. Zudem seien die Zimmer mit acht Personen zu beengt. Die Regierung von Niederbayern wies die Kritik als unzutreffend zurück.

„Die protestierenden Flüchtlinge aus Sierra Leone wollen die Anwendung des Asylrechts nicht akzeptieren“, hieß es in einem Statement. Einer von ihnen sollte am Freitag abgeschoben werden, was jedoch in letzter Minute am Flughafen gestoppt wurde. In ihrem Statement teilten die Flüchtlinge mit, dass sie hier in Deutschland Schutz suchten, seien „aber enttäuscht statt beschützt“ worden. Durch ihren Protest solle „die ganze Welt erfahren, wie Deutschland die Einwanderer behandelt“.

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