NS-Vergleich von AfD-Politikerin: Kirchen sprechen von „Entgleisung“


Die Kirchen wollen sich vom drastischen Vergleich der AfD-Politikerin Alice Weidel zwischen der Haltung der Kirchen heute mit ihrer Rolle in der NS-Zeit nicht provozieren lassen.

evangelisch.de

Die AfD hat erneut die Kirchen scharf angegriffen. In einem Interview zog die Bundestagsfraktionsvorsitzende Alice Weidel einen Vergleich mit der Rolle der Kirchen in der NS-Zeit. Sprecher von Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD) und katholischer Deutscher Bischofskonferenz (DBK) erklärten am Donnerstag, diese „Entgleisung“ beziehungsweise „Polemik“ wolle man nicht kommentieren. „Die vor uns liegenden Festtage sind eine gute Gelegenheit, um zur Besinnung zu kommen. Auch für Frau Weidel“, sagte ein EKD-Sprecher. „Wir wünschen Frau Weidel eine licht- und erkenntnisreiche Weihnacht“, erklärte knapp DBK-Sprecher Matthias Kopp.

Weidel hatte dem „Focus“ im Zusammenhang mit der Haltung der Kirchen zur Flüchtlingspolitik gesagt, die „Amtskirchen, egal ob evangelisch oder katholisch“, seien „durch und durch politisiert“. „Die Trennung von Staat und Kirche wird nicht mehr eingehalten“, sagte die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag und ergänzte: „Damit spielen weite Teile der Kirchen bis auf wenige Ausnahmen genau die gleiche unrühmliche Rolle, die sie auch im Dritten Reich gespielt haben.“ Weiter sagte sie, die AfD sei „die einzige christliche Partei, die es noch gibt“.

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3 Comments

  1. Es kann sich ja nur um den letzten Satz handeln. Ich denke sie hat eher ethische Partei gemeint, bzw. die sogenannten christlichen Werte. Ansonsten sehe ich keinen Hinweis, dass die AfD zum frömmeln neigt.

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  2. Frau Weidel hat mehr Rückgrat und Durchblick als EKD und DBK zusammen. Diese Haubentaucher stehen in der Nebelsuppe Ihres eigenen geistigen Ejakulats. Sie hängen sich wie schon Pius XII an jeden politischen Führer und betteln um Brosamen, reden ihnen nach dem Maul und stellen so sicher, dass sie das Volk weiter verdummen können.
    Solange die Trennung von Staat und Religion nicht vollzogen ist wird es keinen Frieden geben. Hätte man das vor 10 Jahren gemacht, könnte man heute wesentlich einfacher die Forderungen des Islam ablehnen. Religion gehört in öffentlichen Diskussionen verboten. Jeder kann in seinen eigen 4 Wänden glauben was er will, er soll es aber auch selbst bezahlen und uns damit verschonen.

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    1. Schöner Widerspruch Sospetto. Weidel ruft die AfD zur christlichen Partei aus und du findest die toll. Kognitive Dissonanzen? Oder blanker Opportunismus?

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