Rekordzahl an Drogentoten kostet US-Wirtschaft Milliarden


Die Zahl der Drogentoten ist rasant gestiegen. Am Arbeitsmarkt fehlen zehntausende Menschen, die Zahl der tödlichen Unfälle im Job steigt

Von András Szigetvari | derStandard.at

Es ist eine absolut ungewöhnliche Entwicklung, die unter industrialisierten Ländern nur die Vereinigten Staaten durchleben. Im Gegensatz zum allgemeinen Trend, wonach Menschen in wohlhabenden Ländern von Jahr zu Jahr immer etwas länger leben, sinkt die Lebenserwartung in den USA derzeit.

Das National Center for Health Statistics in Washington veröffentlichte am Donnerstag neue Zahlen, wonach nach 2015 die Lebenserwartung im Land auch 2016 um einen Monat abgenommen hat. Die Ursache dafür lieferten die Behörde gleich mit: Die Drogenkrise im Land fordert immer mehr Menschenleben.

2016 starben 63.600 Menschen in den USA an Substanzmittelmissbrauch, zwei Drittel davon sind auf die Einnahme von Heroin oder diversen Schmerzmitteln wie Fentanyl zurückzuführen, der Rest vor allem auf Alkohol. Das ist ein massiver Anstieg bei den Drogentoten in Höhe von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und das Center for Health Statistics schätzt, dass sich der Anstieg 2017 fortsetzt.

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