„Verräter“, „Märtyrer“: Papst bürstet seine Höflinge ab


Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus hat einen Verrat an Vertrauen und mangelnden Reformeifer im Vatikan kritisiert.

DIE WELT

  • Daneben prangerte er den Versuch entlassener Mitarbeiter an, sich zu Märtyrern zu stilisieren.
  • Davon angesprochen fühlen dürfte sich Kardinal Müller. Er trat nach Beendigung seiner Amtszeit öffentlich nach.

Papst Franziskus hat „Verräter“ in der römischen Kurie kritisiert und „Ehrgeiz und Ruhmessucht“ unter den Mitarbeitern angeprangert. In seiner traditionellen Weihnachtsansprache an die Leitungsebene der katholischen Kirche beschwerte sich der Pontifex auch über ehemalige Mitarbeiter, die sich als „Märtyrer“ darstellten, statt ihre Schuld einzuräumen. Über sein mühsames Reformvorhaben sagte er am Donnerstag im Vatikan vor Kardinälen, Bischöfen und Priestern: „In Rom Reformen zu machen, ist wie die ägyptische Sphinx mit einer Zahnbürste zu putzen.“

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1 Comment

  1. Ja wer lässt sich schon gerne den Trog vor der Nase wegziehen? Samt, Seide und Hermelin Pelzchen sind sicher angenehmer zu ertragen als bei Kälte im Außendienst zu arbeiten oder gar Flaschenpfand aus Mülleimern zu sammeln. Glaubt der oberste der Schwarzröcke wirklich die Purpur-Tanzmädchen verschenken ihr Hab und Gut und gehen betteln wie einst der angebliche Franz von Assisi. Dem Egozentriker Müller traue ich ganz andere Sachen zu, der sieht sich eher als Erzengel mit dem Schwert. Da sollte sich der Pontifex eher vorsehen.

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